WS-01: Mediale Lebenswelt trifft Theater

WS-01-01: Gruppe bis 10 Personen (jedes Alter möglich)

WS-01-02: Gruppe bis 20 Personen (jedes Alter möglich)

Workshop "Mediale Lebenswelt trifft Theater" in der Oberzentschule Beerfelden. Bildrechte: Odenwälder Echo
Workshop "Mediale Lebenswelt trifft Theater" in der Oberzentschule Beerfelden. Bildrechte: Odenwälder Echo

Mediale Lebenswelten sind heutzutage nichts, was man aus der Sozialisation Jugendlicher ausklammern sollte. Die modernen Massenmedien, allen voran das Fernsehen und Internet, bieten Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsen eine Plattform, um nicht nur Informationen und Unterhaltung zu erhalten, sondern vor allem um sich selbst in ihrer realen Lebenswelt zu positionieren. Die Frage nach Identität stellt sich im digitalen Zeitalter vermehrt: Waren früher noch feste Identitäten unbestritten, ist dieser Begriff sehr valide geworden. Was man in Social Networks wie SchuelerVZ oder facebook vorgibt zu sein, kollidiert mit dem realen Erleben in Schule und Familie. Die entstehenden „Patchworkidentitäten“ müssen bereits in jungen Jahren verwaltet werden und man ist mit der Verbindung zwischen virtuellem Erleben und realen Handeln konfrontiert.

 

Der Workshop „Mediale Lebenswelt trifft Theater“ will diese Schnittstelle auf spielerische Art und Weise ins Bewusstsein der Jugendlichen rufen. Auf Grundlage von theaterpädagogischen Spielelementen, wird das Themenfeld „Identität“ ausdifferenziert und für die Altersgruppe angemessen begreifbar gemacht. Die Frage nach der eigenen Rolle, nämlich, wann man eigentlich man selbst ist und wann eine Rolle gespielt wird, ist nur eine der Herangehensweisen an dieses Thema. Die TeilnehmerInnen sind dazu aufgefordert, Ideen aus ihrem Alltag mit in den Workshop zu integrieren: Seien es ihre eigenen Profile im Internet oder ihre Lieblingsfernsehserien. Collagenartig wird innerhalb der Workshop-Woche ein Bild dessen erstellt, was die Gruppe als „mediale Lebenswelt“ wahrnimmt. In einem zweiten Schritt werden diese selbst erzeugten Inhalte zu Ideen für ein Theaterstück zusammengetragen, das am Ende der Woche als Aufführung für Familie, Freunde und Interessierte präsentiert wird.

 

Auf dem Weg zu eigenen theatralen Collagen werden die TeilnehmerInnen in spielerischen Übungen in ihrer Selbstwahrnehmung geschult und erhalten Grundwerkzeuge des Schauspiels. Anhand dieser setzen sie sich mit ihren eigenen Medienwahrnehmungen gemeinsam auseinander. Sie werden darin geübt, medial nach außen getragene Identitäten zu erkennen, um sich mit dem eigenen Selbst effektiver auseinandersetzen zu können. In der Gruppe wird das aufmerksame Beobachten, das im Alltag durch medialen Dauerbeschuss zunehmend verlernt wird, ebenso trainiert wie der bewusste und selbstbestimmte Umgang mit solchen Eindrücken. Durch das intensive theater- und medienpädagogisch angeleitete Training in der Woche des Workshops, entstehen ein Ausleben der eigenen Fantasie und ein kreativer Umgang mit dem medialen Selbst. Die inhaltlichen Bausteine bilden dabei sowohl die ganz individuellen Gewohnheiten der TeilnehmerInnen, als auch Gegenstände, die sie einbringen können. Dabei darf alles vom Internet, Spielkonsole, Fernsehen oder Beamer, bis hin zu Lieblings- Spielsachen, Kostümen und anderen eigenen Vorschlägen  benutzt werden, um ins Spiel und zu einem bewussteren Selbstbild zu gelangen. Das erfahrene Leitungsteam leitet einführende Teile an und lässt die TeilnehmerInnen dann selbständig arbeiten. Hierbei stehen die im theaterpädagogischen wie im medienwissenschaftlichen Bereich geschulten Leiter bei Bedarf mit Impulsen aus der langjährigen Praxiserfahrung mit Rat und Tat zur Seite. 

 

In Referenzen lesen Sie einen Artikel zu diesem Workshop. 

Organisatorisches

Der Workshop findet in Ihren Räumlichkeiten statt. Dazu bietet sich ein großer Raum an, in dem Bewegung mit einer Gruppenstärke von 10 - 20 Personen ohne Probleme möglich ist. Zudem sollte er tageshell sein - optional wäre eine Verbindung mit vorhandener Licht- und Bühnentechnik im kleinen Rahmen wünschenswert, aber nicht unbedingt erforderlich.

 

Der Zugriff auf mind. drei Notebooks (mit Internetzugang) und einen Beamer wäre von Vorteil. Sollte dies nicht möglich sein, lässt sich das Konzept auch dahingehend umstellen. 

Kostenvoranschlag

Kontaktieren Sie mich bzgl. eines Kostenvoranschlags. Länge, Umfang und Gruppenstärken sind frei veränderbar. WS-01-01 und WS-01-02 werden von mir persönlich abgehalten. Sollten mehr als 20 Personen an dem Workshop teilnehmen wollen, ist ein weiterer Teamer nötig. 

 

Ich beantworte gerne Ihre Fragen.

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