"Irgendwo Nirgends" von Dominik Eichhorn

Es ist am späten Abend des 22. Juli 2011. Aleksander Eriksen kriecht in der Dunkelheit aus seinem Zelt. Er befindet sich auf einer Insel, irgendwo in Norwegen. Chaos. Er beginnt außer sich alle Kleidungsstücke, Gegenstände, Fotografien, Handys und Kameras einzusammeln. Er packt sie in seinen Koffer und versucht zu fliehen. Doch die Insel will ihn nicht verschwinden lassen. Er muss bleiben.

 

Aleksander beginnt sich mit den Inhalten seines Koffers zu beschäftigen. Nach und nach stößt er auf Dinge, die seinen Freunden gehören. Was ist mit ihnen geschehen? Wo haben sie sich versteckt? In einem Wechselspiel aus Angst und Traum erzählt er aus der Perspektive all derer Seelen, die wie aufgelöst auf dieser Insel verschwunden zu sein scheinen: 

 

Ob Idas Fluchtgedanken aus dem Heimatdorf, hinaus in die weite Welt des Studiums, oder Emils Wunschtraum nach einer perfekten Beziehung zu einem Mann. Auch Torjus politische Gesinnung oder Andrines Partyleben kommen in Aleksanders Kopf nicht zur Ruhe. Probleme des Alltags, Probleme der Jugend. Antworten konnten bisher nicht gefunden werden. Die Fragen all seiner Freunde stehen für einen Moment des Schocks, an dem alles zu Ende ging – ohne Chance auf Rettung.

 

Aleksanders Freundin Silje schildert - alles umklammernd - ihre Sicht auf das Erlebte. Versteckt in einer Höhle, die Grausamkeit des Moments vor Augen. Wie ein Countdown zählt sie herunter und mit ihr weicht der Mut, das Leben, die Jugend.

 

Welche wahre Erinnerung doch in Hoffnung münden wird, das weiß man noch nicht. Aber vielleicht findet Aleksander die Lösung, irgendwo - oder nirgends? 

 

Buch: Dominik Eichhorn 

 

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